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Das Naturschutzgebiet Westruper Heide

Die Westruper Heide ist zu allen Jahreszeiten und bei jedem Wetter einen Besuch wert.


Zu den Naherholungsmöglichkeiten der Region Haltern gehört neben den Seen und den Waldgebieten Haard und Hohe Mark auch das Naturschutzgebiet Westruper Heide.

 

 

Benannt nach dem Ortsteil Westrup handelt es sich bei dem knapp 88 Hektar großen Gebiet um die größte Zwergstrauchheide in Westfalen. Wolkenverhangenen und in Nebel gehüllt ist sie ebenso reizvoll wie bei herrlichstem Sonnenschein. Wenn im Winter die Wachholdersträucher wie mit Puderzucker bestreut scheinen und Eiskristalle die weiten Flächen in der Sonne glitzern lassen, wirkt die Heide wie märchenhaft verzaubert. Am schönsten ist sie jedoch im Hochsommer, wenn die Besenheide und die Glockenheide blühen und dann das ganze Gebiet in ein sattes Violett getaucht ist.

 

 

"Erholungsgebiet für den Menschen, Lebensraum für Tiere und Pflanzen." 

Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind in der Westruper Heide zu Hause.

Zu ihnen gehören bedrohte Insekten und Reptilien wie die Grabwespe, die Seidenbiene, der Bienenwolf und weitere, flugbestäubende Insekten, die gerade in einer Zeit ihres erschreckenden Rückgangs besonders schützenswert sind.

 

Elch lebte in der Heide

 

Zauneidechse und Schlingnatter finden hier ebenfalls beste Bedingungen und auch Vögel wie der Schwarzspecht, die Heidelerche, die Waldohreule und die Turteltaube sind hier heimisch. In den siebziger Jahren lebte für einige Wochen sogar einen Elch als Durchzügler in der Heide, bis das Tier bedauerlicherweise bei einer Kollision mit einem Auto ums Leben kam.

 

Die Landschaft bietet neben den nährstoffarmen Heideweihern weitere Lebensräume in den bodensauren Eichenwäldern, den Buchenwäldern, den Sandheiden, den Wachholderwäldchen und den Trockenrasen. Englischer Ginster, Flechten und Moose runden die Flora in der Westruper Heide ab.

 

 

Besuchern bietet die Westruper Heide einen hohen Erholungswert und ist als ein bedeutsames Highlight Halterns nicht mehr wegzudenken.

Schutz und Kontrolle zum Erhalt eines Naturerbes aus Menschenhand

 

Bei der Westruper Heide handelt es sich um eine durch landwirtschaftliche Nutzung und Rodung entstandene Fläche, die erst durch diesen menschlichen Eingriff ihr heutiges Gesicht erhalten hat.

 

Durch den fehlenden Baumbestand ging die Humusschicht im Laufe der Zeit verloren. Eine Sandheide entstand, auf der nur noch bestimmte, anspruchslosere Pflanzen gedeihen konnten.

 

Zur Zeit der Industrialisierung wurden vorrübergehend wieder Kiefern in großer Zahl angepflanzt für den Bergbau im Ruhrgebiet. Später wurde die Heide "renaturiert". Seit 1963 ist sie Naturschutzgebiet.

 

Verschiedene Heimat- und Naturschutzvereine kümmern sich um den Erhalt der Heide und entfernen regelmäßig aufschießende Birken und Kiefern. Zu den Maßnahmen gegen eine erneute Bewaldung gehört auch das Abbrennen in der kalten Jahreszeit und der Einsatz von Heidschnucken.

 

Ohne diese regulierenden Eingriffe würde das Gebiet schnell wieder zuwachsen und die Heide schließlich verdrängen.

 

Freizeitmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe der Westruper Heide:

Viele Besucher nutzen im Anschluss an ihren Besuch das angrenzende Hotel "Seehof" oder den Biergarten "Jupp unner de Böcken" für eine gute Tasse Kaffee oder ein kühles Bier in gediegener Atmosphäre.

 

Der ebenfalls in unmittelbarer Nähe gelegene Kletterwald fordert mit seinen bis zu zwölf Meter hohen Parcouren die ganz Mutigen zu einem weiteren Spaziergang in schwindelerregenden Höhen auf.

Zudem lädt der zwischen Hotel und Biergarten befindliche Anlegesteg des Gastfahrschiffes "Möwe" zu einer Rundfahrt über den Halterner See.

 

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